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Feuchtigkeitsschutz im Bad – Streichen oder Tapezieren?

Das Renovieren von Feuchträumen bedarf erhöhter Aufmerksamkeit, denn Spritzwasser und hohe Luftfeuchtigkeit können zu Problemen führen. Egal ob Sie das Bad streichen oder tapezieren wollen, Sie müssen den Feuchtigkeitsschutz berücksichtigen. Prinzipiell können Sie im Bad tapezieren oder streichen, sofern Sie auf die Besonderheiten dieses Raumes Rücksicht nehmen und auch die unterschiedlichen Bereiche beachten.


DIE BELASTUNG IST NICHT IM GANZEN BAD GLEICH

Farbe oder Tapete im Badezimmer muss Wasserdampf verkraften. Das Material darf nicht schimmeln und sollte gut abtrocknen. Im Bereich um das Waschbecken und die Badewanne ist zusätzlich mit Spritzern von Seifenwasser zu rechnen. Der Wandbelag muss abriebfest sein. Feuchtraumfarbe erfüllt diese Anforderungen, viele Tapeten dagegen nicht. Wenn Sie in diesem Bereich tapezieren wollen, brauchen Sie eine scheuerfeste Tapete, am besten aus Vlies oder Glasfaser.

Im Strahlbereich von Duschen wirkt Wasser unter Druck auf die Wand ein. Hier sollten Sie am besten fliesen. Sie können im Duschbereich auch mit einer wasserfesten Farbe das Bad streichen. Allerdings bieten normale Feuchtraumfarben hier keinen ausreichenden Feuchtigkeitsschutz.


DIE RICHTIGEN FARBEN FÜR DAS BADEZIMMER

Die EN-Norm 13300 unterteilt sogenannte wasserhaltige Beschichtungsstoffe für Wände und Decken des Innenbereichs (Dispersionsfarbe) in verschiedene Güteklassen ein. Der Begriff Feuchtraumfarbe ist in keiner Norm definiert. Sie brauchen für Bäder Farbe, deren Nassabriebbeständigkeit in der Klasse 1 oder 2 eingestuft ist. Die Klasse 2 entspricht der alten Bezeichnung „scheuerbeständig“ (DIN 53778). Farbe der Klasse 1 ist noch wesentlich haltbarer.


Deutlich besser als Dispersionsfarbe sind Silikatfarben. Sie sind dispersionsoffen und bieten einen natürlichen Schutz gegen Schimmel. Dispersions-Silikatfarben und Sol-Silikatfarbe lassen sich auf fast allen Untergründen streichen, während reine Silikatfarbe nur für mineralische Putze geeignet ist.

Sowohl Dispersions- wie auch alle Silikatfarben können Sie mit geeigneten Pigmenten abtönen. Achten Sie dabei auf die Angaben der Hersteller, da sich die Eigenschaften der Farben verändern können. Mit Volltonfarben sind Sie immer auf der sicheren Seite.


ALTERNATIVE TAPETE?

Tapete im Badezimmer ermöglicht Ihnen natürlich eine Vielzahl von Gestaltungsmöglichkeiten, da Sie unterschiedliche Muster und Strukturen einbringen können. Aber sowohl die Tapete als auch der Kleister müssen gegen Feuchtigkeit beständig sein. Dies gilt auch für den Druck. Papiertapeten sind ausschließlich für Bereiche geeignet, die keinen Wasserspritzern ausgesetzt sind. Achten Sie unbedingt auf einen Hinweis „für Feuchträume geeignet“. Normale Papiertapeten können sich unter dem Einfluss von Wasserdampf ausdehnen und Falten werfen.


Vorsicht mit Kunststofftapeten. Die Oberfläche bietet zwar einen ausgezeichneten Feuchtigkeitsschutz im Bad und diese Tapeten lassen sich auch abwaschen, aber sie sind absolut dampfdicht. Feuchtigkeit, die durch Risse, Nagellöcher oder an den Rändern eindringt, verdunstet nur sehr schlecht. Es kann hinter den Tapeten schimmeln.

Wegen der Schimmelgefahr sollten Sie auch nie eine Tapete mit Lack vor der Nässe schützen. Hinter der undurchdringlichen Schicht finden Pilze und Sporen ideale Lebensbedingungen. Dank der großen Auswahl an diffusionsoffenen Tapeten und ausgezeichneten Badfarben ist Improvisation beim Bad streichen oder tapezieren überflüssig.

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